Wahlveranstaltung mit Florian Schiller am
14. April 2026 | Gasthof Engel in Haidgau
Haidgau empfängt Kandidaten
Am Dienstag, 14. April 2026 konnte sich unser Kandidat für die Bürgermeisterwahl Florian Schiller in Haidgau´s guter Stube, dem Gasthaus Engel vorstellen. Zuvor hatte er den Ort mit seinem Wahlkampf-Leiterwagen erkundet und schon so manches Gespräch über den Gartenzaun führen können. Trotz der gleichzeitig stattfindenden Musikprobe kamen 50 Haidgauer in dem schön gerichteten Gastraum zusammen.
Dialog, Vision und Transparenz
Wiederum stellte Florian Schiller nach Vorstellung seiner Person und seines Berufs- und Lebensweges auch sein Politikkonzept vor: von einer offenen Gesprächskultur über ein stimmiges Zukunftskonzept, welches er in den nächsten Jahren gemeinsam mit den Bürgern entwickeln will, bis zu mehr Transparenz bei Entscheidungen. Dabei möchte er neue Wege gehen, welche z.B. die neuen Medien bieten, um möglichst viele Gemeindemitglieder bei den Entscheidungsprozessen einzubinden und mitzunehmen. Dann würden sich zwangsläufig neue Ideen und Gestaltungsspielräume, aber auch Akzeptanz für die gemeinsam getroffenen Entscheidungen ergeben.
Defizit-Schock am Reischberg
Florian Schiller sprach auch über das schleichende und im letzten Jahr mit aller Wucht sich manifestierende Defizit des städtischen Kurbetriebs. Hier konnte er auf seine berufliche Erfahrung in Bereich Restrukturierung zurückgreifen. Da der Geschäftsbericht 2024 an vielen Stellen das gesunde Misstrauen seines geschulten Auges erregte und ein Geschäftsbericht für das dramatische 2025 noch gar nicht vorliegt, war er zurückhaltend mit Prognosen. Grundsätzlich hält Florian Schiller den Kurbetrieb aber für sanierungsfähig und setzt sich für die Erhaltung ein. Essenziell sei die Entwicklung eines neuen Geschäftsmodelles, das den Kurbetrieb für die Zukunft „fit macht“. Eine wirtschaftliche Erholung wäre unter diesen Umständen möglich, zumal hier ja nicht einmal so sehr Gewinne erwartet würden, sondern „nur“ die schwarze Null. In jedem Fall wird man aber nicht umhinkommen, nochmals Geld in die Hand zu nehmen. Es müsse jedoch ganz klar sein, dass erst alle Fakten auf den Tisch gehören und dann Veränderungen diskutiert werden können. Letztlich darf die Gemeinde finanziell nicht überlastet werden, denn das hier investierte Geld fehlt zwangsläufig an anderer Stelle.
Ein offenes Ohr für Haidgau
Nach einer guten dreiviertel Stunde des Zuhörens, konnten die anwesenden Einwohner von Haidgau mit Florian Schiller über ihre Themen und Probleme ins Gespräch gehen. Diese drehten sich um den geplanten Sportplatz und das neue Heizkonzept in der Turnhalle, der befürchtete stärkere Durchgangsverkehr für den Fall einer B30-Abfahrt Bad Waldsee Mitte, die Trinkwasserentnahme auf der Haid, nochmal das Defizit der städt. Kurbetriebe und die Sinnhaftigkeit, der von der Kommune mitbetriebenen Bahnstrecke nach Roßberg, Möglichkeiten der Ausweisung von neuen Gewerbegebieten sowie Impulse für Tourismus und Wirtschaft.
In Haidgau keine Politikverdrossenheit spürbar
Die Resonanz dieser Kandidatenvorstellung in Haidgau war durchweg positiv. Von Politikverdrossenheit keine Spur: Einwohner aller Altersklassen haben sich sehr interessiert gezeigt für Lokalpolitik, gesellschaftlichen Zusammenhalt und neue Ideen zu Problemlösungen. So wurde noch bis spät in die Nacht hinein über alle Themen in lockerer Runde weiterdiskutiert.





