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Wahlveranstaltung mit Florian Schiller
Mittwoch 15. April 2026 im Vereinsraum Alte Schule in Arnach


Arnach hat einen Sohn des Dorfes zu Gast

Am Mittwoch, 15. April 2026 hat sich Florian Schiller in Arnach vorgestellt. Hier war seine Mutter Lehrerin, hier wurde er getauft, hier hat er die ersten Lebensmonate verbracht, ehe die Familie nach Bad Wurzach ins neue Eigenheim zog.
Daher hat es ihm besonders viel Freude bereitet, mit dem Leiterwagen am Nachmittag Arnach und die Arnacher neu kennenzulernen, da er mit vielen Geschichten seiner Eltern und älteren Brüder aus den 6 Jahren, welche die Familie hier gewohnt hat, aufgewachsen ist.
Trotz des gleichzeitig stattfindenden Champions League Spiels mit deutscher Beteiligung kamen ca. 75-80 Personen im Vereinsraum „Alte Schule“ zusammen, so dass noch etliche Stühle aus dem Musik-Probenlokal geholt werden mussten.

Dialog, Vision und Transparenz

Wie in allen Veranstaltungen stellte Florian Schiller nach der Vorstellung seiner Person und seines Berufs- und Lebensweges auch sein Politikkonzept vor: von einer offenen Gesprächskultur über ein stimmiges Zukunftskonzept, welches er in den nächsten Jahren gemeinsam mit den Bürgern entwickeln will, bis zu mehr Transparenz bei Entscheidungen. Dabei möchte er neue Wege gehen, welche z.B. die neuen Medien bieten, um möglichst viele Gemeindemitglieder bei den Entscheidungsprozessen einzubinden und mitzunehmen. Dann würden sich zwangsläufig neue Ideen und Gestaltungsspielräume, aber auch mehr Akzeptanz für die gemeinsam getroffenen Entscheidungen ergeben.

Medizinische Versorgung im ländlichen Raum

Danach äußerte sich Florian Schiller zu zentralen Projekten, wie der Sanierung der Kurbetriebe, dem Biberschutz und seinen Folgen und Möglichkeiten, die medizinische Versorgung in unserer großen Flächengemeinde aufrecht zu erhalten. Es ist absehbar, dass es immer schwerer wird, Nachfolgeregelungen unserer bestehenden Haus- und Facharztpraxen zu finden. Ein Bürgermeister kann hier zwar durch Kontakte unterstützen und möglicherweise auch mithelfen, die Rahmenbedingungen für Ärzte zu verbessern. Schiller hält aber langfristig ein Gesamtkonzept der Gemeinde für sinnvoll, möglicherweise ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ). Für einen idealen Betreiber hält er hierbei beispielsweise die Oberschwabenklinik (OSK), die im Landkreis Ravensburg ja bereits mehrere MVZ betreibt. Die OSK wird ja über die Kreisumlage auch von der Gemeinde Bad Wurzach mitfinanziert. Durch seine berufliche Tätigkeit war Florian Schiller in 2025 mit dem Kauf zweier MVZ in Tettnang und Friedrichshafen durch die OSK involviert und hält ein solches Projekt in Wurzach für denkbar.

Nicht nur „die Kirche“ bleibt im Dorf

Nach ca. einer Stunde gespannten Zuhörens und einer kurzen Pause konnten nun die Bürger Fragen stellen und Probleme ansprechen. Neben der ungemütlichen und wenig ansprechenden Atmosphäre der Wurzacher Innenstadt, einer möglichen Fußgänger- und Radfahrerunterführung an der B465 in Truschwende, neuen Gewerbeflächen, frischen Impulsen für Tourismus und Wirtschaft, einem Dorfladen (Schiller sorgte für einen Lacher bei den Älteren mit dem Hinweis, dass der „Donderer“ wohl nicht wieder aufmachen würde) und einem besseren Betriebsklima in der Stadtverwaltung wurde auch die dezentrale Verwaltung in den Teilorten thematisiert. Bei den meisten Punkten versprach Schiller trotz der zu erwartenden Hindernisse „zähes Dranbleiben“. Die Kurklinik und die Stadtverwaltung sieht er als Chefsache mit sehr hoher Priorität. Aber auch den Wunsch überwältigend vieler Bürger in den Teilorten die bisherigen Verwaltungsstrukturen beizubehalten, hält Florian Schiller für sinnvoll und unterstützenswert. Die etwas höheren Kosten ließen sich durch die besonderen Anforderungen einer Flächengemeinde rechtfertigen. Letztlich liege auch in der Vielfalt der Teilorte die besondere Stärke der Gemeinde Bad Wurzach. Was im Dorf sinnvoll gemacht werden kann, soll im Dorf bleiben. Wenn die Teilorte - dort wo es Sinn macht - Kooperationen untereinander eingingen, würde er das begrüßen, aber nicht „von oben“ aufzwingen.

Anschließend hatten die Arnacher noch die Gelegenheit, mit Herrn Schiller ins persönliche Gespräch zu kommen und den Abend zusammen bei Getränk und Gespräch ausklingen zu lassen.